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Von Equipment, Stillstand und Fortschritten

Rückblickend ist es natürlich schön, wenn man merkt, dass man vorangekommen ist. Schaue ich auf die letzten Jahre zurück, merke ich das enorm – doch auch beziehungsweise vor allem die letzten Monate ist so viel passiert, so viel vorangegangen, so viel Neues dazugekommen. Ich habe schonmal erwähnt, dass ich das Konzept des neuen Jahres als „neuer Abschnitt“ extrem mag, und dieses Jahr habe ich mehr denn je das Gefühl, dass es zutrifft. Zwar hat es sich in der Endphase 2014 schon angekündigt (November und Dezember waren unglaubliche Monate, auch im Privatleben), und doch waren die Monate Januar und Februar so viel intensiver noch, und wenn ich auf mein aktuelles Release-Sheet gucke, werden März und April sogar noch intensiver. Nachdem ich 2011 mit Videos angefangen habe und mich sehr intensiv in die Materie eingearbeitet habe, waren natürlich relativ schnell erste Verbesserungen und eine steile Lernkurve zu beobachten (von mir an mir, sozusagen). Irgendwann 2013 bis Mitte 2014 geriet ich allerdings in einen gefühlten Stillstand, hatte die Befürchtung es geht nicht mehr richtig voran und ich mache keine echten Fortschritte mehr. Umso glücklicher bin ich, dass ich diese Phase hinter mir gelassen und mich neu angespornt habe. Nach wie vor bin ich weit von dem entfernt, wo ich hin möchte – und doch fange ich langsam an, hin und wieder auch mal einen zufriedenen Blick auf meine Arbeit zu werfen. Aber in diesem Eintrag soll es vor allem um neue Spielzeuge gehen.

Die eigenen Reihen

Was viele nicht wissen oder auch teilweise nicht verstehen, ist dass ich auf der einen Seite vom Freelancing abhängig bin – da ich ohne meine Miete nicht zahlen kann – auf der anderen Seite aber keinen oder kaum einen Gewinn damit mache. Wie im letzten Blog beschrieben bin ich finanziell aber trotzdem immer ganz gut aufgestellt und daher war ich in den letzten ca. 4 Monaten recht großzügig mit mir selbst. Was hat sich also in meinen eigenen Reihen am Equipment getan?

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Die GoPro Hero 4 Black Edition. Ich liebe dieses kleine Gerät. Die perfekte Kamera für unterwegs, nicht so ernst gemeinte Sachen, für Behind the Scenes Footage, aber auch für richtigen Einsatz. Ich habe das Blassfuchs Video fast komplett auf der GoPro gedreht (ein paar Zwischenschnitte sind Canon 7D Footage). Sie ist nicht perfekt – Akkuleistung ist praktisch nicht vorhanden – aber ein neuer treuer Begleiter für den ich sehr dankbar bin.

GoPro 3-Achsen-Gimbal. Genialer Stabilizer für die GoPro, den ich mir einfach gönnen musste. Der Trend zu elektronischen Stabilizern steigt, auch für größere Kameras (Stichwort: Ronin, aber auch 3-Achsen-Gimbals wie meiner für zB die Lumix GH4), ich bin allerdings nicht wirklich überzeugt davon. Für die GoPro ist es ein gutes und geniales Zusatzgerät, doch für meinen normalen, eher hektischen Einsatzbereich sehe ich elektronische Gimbals eher als hinderlich. Aber wer weiß. Ausprobieren will ich definitiv auch die großen Geräte noch.
Das eben erwähnte Blassfuchs Video wurde übrigens mit diesem Gimbal gedreht.

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Die Panasonic Lumix GH4. Mein neues Pferd im Stall. Und was für eins. Ich habe lange überlegt, viel mit mir gerungen, und noch mehr recherchiert. Lohnt es sich, nochmal eine kleine Kamera zu holen, oder lieber direkt eine riesen Investition tätigen und die Sony FS7 kaufen? Da mich meine 7D nach 4 extrem treuen Jahren nicht mehr vollends befriedigt wenn es um Bildqualität geht, und ich einfach eine Kamera, die ich entspannt überallhin mitnehmen kann, brauche und möchte, habe ich mich erstmal für ein Upgrade in dieser Klasse entschieden. An der GH4 reizten mich – selbstverständlich – vor allem die 4K Aufnahme intern, die hohe Bitrate, die 96fps 1080p sowie der Micro Four Thirds Chip. Ich drehe fast alle Musikvideos auf Kameras mit APS-C Chip, habe mich aber mittlerweile sehr in den MFT Look verliebt. Nicht in jeder Situation, und ich bin inzwischen auch schon in die Lage geraten, in der mich der so oft verrufene „Videolook“ geärgert hat. Zur GH4 werde ich noch viel und ausführlich erzählen, vor allem auf meinem YouTubeChannel._MG_6119-1
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Der Umstieg von Canon auf Panasonic hat aber natürlich auch einen anderen Objektiv-Mount zur Folge. Ich mag Canons EF-Mount sehr, da er einfach extrem vielseitig ist und vor allem auf Sony Kameras, die ich sehr häufig benutze, schnell adaptierbar ist. Um also meine Objektive behalten und weiter nutzen zu können, habe ich direkt noch einen Canon auf MFT SpeedBooster von Metabones gekauft. Dieser bringt eine zusätzliche Blendenstufe und reduziert den hohen Cropfaktor der GH4 (2.3x bei 4K und 2.0x bei 1080p) um 0.7x, damit ist sie fast identisch zur Canon 7D (1.6x Cropfaktor).
Außerdem natürlich noch Speicherkarten, Akkus, zusätzliches Ladegerät.. ist doch schon eine ganz schöne Anschaffung sowas.

Anderer Kram. Ja, ich habe „Kram“ gesagt, meine es aber absolut nicht so abwertend wie es klingt. Neu in meinem Arsenal sind auch noch ein Einbeinstativ (Manfrotto MVM500A) mit Fluidkopf als praktischer Reisebegleiter sowie das Canon 24-105mm f/4 (dank SpeedBooster auf der GH4 eine durchgängige 2.8 Blende und damit der perfekte Freund zum Reisen – in Budapest hatte ich nur die Kamera und das Canon Objektiv (+ ND-Filter) mit und es hat mir an nichts gemangelt!). Es kam auch noch eine Menge Kleinkram, Kabel usw dazu, aber das ist nun doch nicht der Rede wert.

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Die Reihen außerhalb

Es ist mir tatsächlich erst in einem ruhigen Moment der Reflexion aufgefallen, dass ich schon lange keinen Dreh mit zu kleinem Budget mehr hatte. Blassfuchs war ein sehr minimalistischer Dreh, aber betont minimalistisch – mit dem Hauptaspekt auf Idee und Umsetzung. Es ist vielleicht nicht perfekt, aber ich bin unheimlich zufrieden damit. Abgesehen davon verlange ich meinen Kunden inzwischen auch einiges ab. Es muss nicht immer eine Leihkamera sein (vor allem jetzt nicht mehr, GH4 sei dank!), aber abgesehen von Blassfuchs habe ich alle bisherigen Videos des Jahres auf der Sony FS7 gedreht und auch sonst wesentlich mehr an Equipment und Props gehabt als noch vor einem halben Jahr, geschweigedenn vor einem Jahr. Es freut mich sehr zu sehen, dass meine Produktionen größer werden, und ich mich auch mehr ausleben kann.

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Die Zeit ist jetzt auch gekommen, das Team zu erweitern. „Das Team“ bisher besteht aus mir. Ich tue mich schwer daran, Aufgaben abzugeben, aber ich möchte mich nicht der Illusion hingeben alleine wäre alles besser, oder gar einfacher. Für YouTube habe ich inzwischen schon Unterstützung von meinem go-to-guy Tobi, danke dafür! Auch hier würde ich gerne noch mehr draus machen. Und bei Drehs sehe ich mich auch nicht mehr lange alleine, aber wer weiß. Sowas ist schwer zu sagen und hängt ja von vielen Faktoren ab.

Und dennoch, es geht bergauf. Es steht vieles an, auch was das Equipment angeht, sowohl in eigenen Reihen, als auch in den Reihen außerhalb. Wenn man auch nur halb so gespannt darauf ist wie ich, ist man schon sehr gespannt!

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Fotos von Blattkunst

Übrigens: am aktivsten in Sachen Postings bin ich inzwischen auf Instagram – warumauchimmer. Dort gibt es die meisten und vor allem aktuellsten Bilder: Behind the Scenes, aktuelles, privates, ein bisschen von allem. IG: @offtonewadventures

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