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Der Schlüssel zum Erfolg

Das erste Jahr seit Gründung „meiner“ GmbH ist vergangen. Zwölf Monate kompletter Abhängigkeit. Abhängig von mir selbst. Manch einer mag es eher als eine Unabhängigkeit betrachten, ich sehe lieber den Druck. Gleichzeitig sehe ich mich aber auch überhaupt nicht unter Druck.

Die Selbstständigkeit ist eine interessante Sache, der ich nach einem Jahr eine ganz klare Gefühlslage zuschreiben möchte: Fuck Yeah! Durch die intensive und jahrelange Vorarbeit ist die Firma stark angelaufen. Und das, obwohl Vater Staat einem tatsächlich alle Steine in den Weg legt, den er findet. Doch das ist ein Thema, welches separat behandelt werden sollte (und ggf. wird).

„Wie schafft ihr es, so viel zu produzieren?“

Eine Frage, die ich häufiger gestellt bekomme. Die Realität dahinter ist eher ernüchternd. Wir produzieren keine außerordentlichen Mengen, im Gegenteil. Könnte man sich ausschließlich auf die Videoproduktion konzentrieren, wäre der Output wesentlich höher. Gefühlt verbringe ich 50% meiner Zeit mit Papierkram, Steuerproblemen, Renderfehlern und Anfragen beantworten, von denen man nie wieder etwas hört. Ich übertreibe, selbstverständlich.

Ich kann mittlerweile nicht mehr nachvollziehen, was meine Erwartungen an ein Leben in kompletter Eigenregie waren – weiß nicht mehr wie man als Angestellter auf Selbstständige schaut. Vermutlich habe ich den Anteil des tatsächlichen Managements unterschätzt. Aber auch die Menge, die man an einem konzentrierten Tag schaffen kann. Die Faszination, wie viel in den früher so zähen 8 Stunden erledigt werden kann, lässt mich nach wie vor nicht los. Mit einem (oder mehreren) klaren Ziel(en) in den Tag zu starten, ohne ständig unterbrochen zu werden, bietet enormes Erfolgspotential. Natürlich gibt es nur selten Tage ohne Unterbrechung.

Die Vorteile der Eigenregie? Meine Freundin fasst das immer leicht spöttisch, aber dennoch passend zusammen.

Von 10 bis 12 bouldern, 13 bis 14 Uhr Mittagessen und um 18 Uhr Feierabend.

Diese Tage kommen natürlich vor. Ich betrachte die Selbstständigkeit allerdings eher ohne vorhanden Feierabend. Letztlich ist es ein 24/7 Beruf – der sich aber nicht unbedingt wie ein Beruf anfühlt. Sich Sonntagabend auf Montag freuen, da einem die Pläne, die man gerade geschmiedet hat, unter den Fingernägeln jucken. Das ist meiner Ansicht nach ein Privileg. Ein ganz, ganz großes.

Am Anfang der Selbstständigkeit habe ich viele „behind the scenes“ Videos aufgenommen. Viel gefilmt und viel meine eigenen Gedanken festgehalten, da ich wusste dass ich mir das nicht alles merken kann. Die GmbH Gründung hat so unbeschreiblich viele Vorhaben mit sich gebracht, so unheimlich viele Pflichten und Aufgaben, die in kurzer Zeit erledigt werden mussten. Mir war bewusst, dass es zu viel ist, um sich alles zu merken. Und tatsächlich kann ich mich nur noch daran erinnern, DASS es anstrengend war. Extrem anstrengend. Aber die Details, die fehlen zum größten Teil.

Jetzt, zwölf Monate später, wird das Wort Abenteuer wieder ganz groß geschrieben. Der Einzug in ein Office, das uns finanziell alles andere als entgegen kommt. Der Schritt von 15qm zu 75qm.

Nothing worth having comes easy.

Diesen Antrieb möchte ich nutzen, unsere Vlogs für den Werdegang als junger Unternehmer zu dokumentieren. Einerseits für mich, um für immer eine Übersicht über die verschiedenen Phasen zu schaffen. Andererseits hoffe ich, dass dieser Einblick auch für Aussenstehende interessant sein kann. Ich habe schon immer relativ wenig Wert auf Sicherheit gegeben (nicht körperliche Sicherheit, ich rede von langfristiger, finanzieller Sicherheit). Wir gehen ein riesiges Risiko ein, sowohl unternehmerisch als auch privat. Doch ich glaube an das was wir tun, ich glaube an uns. Daher hoffe ich, dass wir mit einem guten Beispiel vorangehen können und vielleicht sogar den ein oder anderen dazu motivieren, einen Schritt zu tun den er oder sie schon lange tun möchte. Ich bin mir sicher: es ist nie zu spät. Als jemand, der ein Leben führt, das mich täglich mit einem Lächeln aufwachen lässt, kann ich nicht nachvollziehen, dass man sich mit weniger zufrieden geben will.

offtonewadventures

No more tomorrows. Today is the day.

PS: Der Titel dieses Blogs ist natürlich betont überspitzt. Bisher habe ich noch nicht den Schlüssel zum Erfolg gefunden, gemeint ist damit die Reise, die hoffentlich zum Erfolg auf die ein oder andere Weise führen wird. Wer dabei sein möchte, wenn wir den Schlüssel finden oder an der Suche scheitern, der sollte uns auf YouTube abonnieren.

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