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Ein Liebesbrief zum Abschied: Canon EOS 7D

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Es ist ohne Frage ein ungewöhnliches Thema. Eine Kamera ist und bleibt ein Werkzeug, und der Gedanke des Materialismus ist ohne Frage nicht gesund. Und dennoch habe ich mich gefühlt, als würde ich meine Canon EOS 7D betrügen, als ich mir vor zwei Monaten die GH4 gekauft habe. Sollte man eine Kamera als Freund bezeichnen können? Ein treuer Begleiter, das war sie für mich ohne Frage. Sie war meine erste – und wird es für immer gewesen sein. Meine erste eigene DSLR, der Startschuss in mein jetziges Leben.

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Ich war immer stolz auf diesen Besitz, und rückblickend haben wir wirklich viel gemeinsam durchgemacht. Dies hier ist ein Liebesbrief, ein Dankeschön. Ich frage mich ja, ob ich der einzige bin, der zwischen sich und seiner ersten Kamera eine solche emotionale Bindung verspürt. Aber ich glaube kaum.

328072_275425739134335_7663800_oNoch jung und unwissend – 2011

Zum ersten Mal in den Händen hielt ich sie im Sommer 2011 gemeinsam mit dem Tokina 11-16mm f/2.8, das ich auch heute noch bei nahezu jedem Shooting benutze. Grund für die 7D war damals dieser Film, bzw. generell die Videos von Tom Welsh, dem ich kurz zuvor angefangen hatte zu folgen. Knapp 2000€ war damals eine Menge Geld für mich (ist es auch heute noch), vor allem wenn man bedenkt dass ich von Blende, ISO, Shutter und co noch nie gehört hatte. Doch die 7D veränderte mich. Ich verbiss mich in das Thema, lies es nicht mehr los, und daran hat sich bis heute nichts geändert. Natürlich wusste ich damals noch nicht, dass ich tatsächlich mal Geld verdienen würde mit dem, was ich mache.

2013-04-07_005-2-210317548_890011611026941_1832946205196648133_oMadame Pathetic Musikvideodreh – 2014

Die folgenden drei Jahre gab es keine Seitensprünge, keine schwachen Momente. Ich habe nicht an ihr gezweifelt, und ich habe versucht das Beste aus ihr zu holen (soweit das für mich möglich war und ist). 2014 erst kamen die ersten Griffe nach oben – Sony FS100 & 700, BMCC, Sony FS7. Ich mache mir nichts vor, der Wunsch nach einem Upgrade war da. Aber brauchte ich ein Upgrade?

1493378_769930329701737_2090778348_o1501080_757459434282160_244702249_oIn den Bergen – 2013

Wir haben Sommer miteinander verbracht, Berge zusammen erklommen, waren gemeinsam in einigen Ländern, haben Parties zusammen gefeiert, neue Jahre zusammen eingeleitet, in 5 Wohnungen zusammen gewohnt, kurz: unheimlich viel erlebt.

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Beim Fearce Musikvideodreh, gepaart mit einem Zwillingsmodell – 2014

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Monster, Holland – 2014

Nach dem Jahr 2014 – mit all seinen Kamera-Seitensprüngen – hatte ich meine 7D allmählich aufgegeben. Die Videofunktion entspricht nicht mehr dem, was ich mir von meiner Arbeit erwarte. Ich konnte mir daher die Frage, ob ich ein Upgrade brauche, mit einem klaren „ja“ beantworten. Mehr dazu findet man aber auch in meinem Eintrag hier.
Auch wenn mich die Videofunktion nicht mehr befriedigen kann, ist die Kamera nach wie vor ein klasse Fotoapparat. Für meine Zwecke zumindest. Ursprünglich habe ich mit dem Gedanken gespielt, sie zu verkaufen, wenn die GH4 kommt. Doch ich kann nicht. Es ist sicherlich ein wenig komisch, doch der Gedanke, sie weggeben zu müssen, macht mich traurig. Derzeit ist sie in Obhut von meinem besten Freund, in Freiburg. Und ständig habe ich das Gefühl, sie würde mir fehlen. Meine 7D, Grundbestandteil meiner Ausrüstung, ein Teil meiner Identität.

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Sie wird also in meiner Vitrine bleiben. Mit mir alt werden.
Die ermöglichten Videos und Fotos, die Unmengen an GB oder gar TB, die ich auf meinen Festplatten habe, werden immer für gute Erinnerungen sorgen. Danke dafür. Das ist es, was ich sagen möchte.

Danke.

893727_596567727020133_1633032257_oMarseille, Frankreich – 2013

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